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Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Krebstherapie e.V.

Am 21. April 2018 fand im Saal der Klinik Öschelbronn um 15 Uhr unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wurden aktuelle Forschungsergebnisse aus unserer Arbeit präsentiert. An dieser Forschungspräsentationen nahmen am Nachmittag und Abend deutlich mehr als 100 Gäste teil. Im Eröffnungsvortrag stellte Dr. Gero Leneweit die Forschung zur Misteltherapie vor. Er beschrieb dabei anhand von Visualisierung des Herstellungsprozesses, wie Mistelpräparate heute hergestellt werden. Besondere Aufmerksamkeit unter Ärzten und Patienten erfährt aktuell eine Phase-III-Studie zur Rezidivprophylaxe bei der Behandlung des oberflächlichen Harnblasenkarzinoms. Die Studie mit der am Carl Gustav Carus-Institut entwickelten Therapie durch das Mistelpräparat abnobaVISCUM® wird im Vergleich zur aktuellen Leitlinientherapie mit einer Chemotherapie durchgeführt. Das Ziel ist die verbesserte Behandlung der Patienten. Die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft empfiehlt diese Studie, an der u. a. auch niedergelassene Urologen in Mühlacker und Karlsruhe beteiligt sind. Der langjährige Einsatz der Misteltherapie ergab neben Komplett- oder Teilremissionen und der Vermeidung von Rezidiven klinische Evidenz zu weiteren wichtigen Wirkungen der Misteltherapie: die Reduktion der unerwünschten Nebenwirkungen der Standardtherapien und die signifikante Verbesserung der Lebensqualität, wie mehrere klinische Studien zeigen.

Die Arbeit des Instituts wurde von der Europäischen Union mit einer internationalen Forschungsförderung ausgezeichnet. In den Laborführungen bekamen die Besucher einen Einblick, in welcher Weise durch das 4-jährige Kooperationsprojekt mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Universität Uppsala (Schweden), der Universität Utrecht und der ABNOBA GmbH die neuen Behandlungsstrategien für die Misteltherapie weiterentwickelt wurden. Aktuell werden neue Kooperationsprojekte vorbereitet, die den Übergang in klinische Studien ermöglichen sollen. Die Mitarbeiter zeigten ihre Ergebnisse in Laborführungen mit Filmen, die die Aufnahme der Mistelwirkstoffe in Tumorzellen hochaufgelöst durch Anfärbungen zeigten. Auch die Freigabe von Wirkstoffen aus Arzneistoff-Trägersystemen, so genannten Liposomen, in das Tumorgewebe wurde durch Experimente vorgeführt.

Im Abendvortrag um 20.00 Uhr, der zugleich im Rahmen der „Öschelbronner Gespräche“ stattfand, sprach Frau Dr. Michaela Glöckler, prominente Vertreterin der Anthroposophischen Medizin, zum Thema: „Wodurch entsteht seelische Gesundheit?“

Die nächste Mitgliederversammlung findet am 18. Mai 2019 statt.


Carl Gustav Carus-Institut der Gesellschaft zur Förderung der Krebstherapie e. V. | Am Eichhof 30 - 75223 Niefern-Öschelbronn | Tel.: 07233 68-410 | www.carus-institut.de