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Forschungsgebiete
Chronobiologie, Biologie



Ziel:

Um für die komplexen Aufgaben der Heilmittelfindung und Therapieentwicklung, ein angemessenes Verständnis zu erreichen, halten wir es für notwendig, grundlegende Fragestellungen der Chronobiologie und Chronomedizin zu beantworten. Hierbei stellen die biologischen Rhythmen einen komplementären Aspekt zu der räumlich-morphologischen und biochemischen Organisationen der Lebewesen dar.

Nachweislich stehen viele rhythmische Funktionen im Zusammenhang mit geophysikalischen und kosmischen Umweltordnungen; andererseits haben die Lebewesen auch eine autonome innere Zeitordnung. Die vielfachen Wechselbeziehungen (Synorganisation) sowohl innerer als auch äußerer Zeitstrukturen in ihren Ordnungen gilt es aufzeigen und sie in ihre jeweils "übergeordnete Ganzheit" zu stellen. Ganz besonders werden die Eigenfrequenzen und Phasenbeziehungen der inneren Rhythmen in Pflanze, Tier und Mensch gegenüber synchronisierenden und korrespondierenden Umweltrhythmen deutlich, wenn durch Untersuchungen in der Klimakammer oder Konstanträumen die äußeren Umwelteinflüsse (Zeitgeber) aufgehoben werden. Die auf diese Weise aufgedeckten "endogenen Rhythmen" werfen unter anderem Licht auf den evolutiven Gesichtspunkt der "Autonomieentwicklung" von Organismen.

In der Pflanzenwelt können wir feststellen, wie die Bildung sekundärer Pflanzenstoffe auch mit ihren jeweiligen chronobiologischen Besonderheiten in Beziehung stehen. Gerade aber die weißbeerige Mistel zeigt ungewöhnliche Zeitstrukturen. Sie ist ein Sonderfall, deren Besonderheit wir aus grundlegenden Arbeiten im Bereich der Chronobiologie zu verstehen suchen.

Viele circadiane (dian = Tag) Rhythmen innerhalb der menschlichen Physiologie prägen die Arzneimittelwirkungen, weshalb wir chronopharmakologische und chronopharmakokinetische Fragestellungen als wichtig erachten. Bisher wurden Mistelwirkungen auf das Herz- Kreislaufsystem oder die Temperaturorganisation untersucht.


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